Gelesen. {erst kürzlich}

Um meine studentische Laufbahn abzuschliessen, braucht es noch eine Masterarbeit. Es geht in die Richtung Lexikon, Glossar, Aufzählungsschrift zu einem bestimmten Thema. Mehr darüber werde ich auch noch ausspucken, aber jetzt gerade nicht. 😉

Also kam ich beim Buchausborgen und Schmökern in diversen Bibliotheken auch an vielen Lexikas vorbei.

Umso schöner fand ich dann [das] Wörterbuch der Liebenden {Roman} von David Levithan zu finden und in einer nächtlichen 2-Stunden-Leseaktion daran kleben zu bleiben.

Der Roman erzählt von A bis Z, von aberrant (abwegig) bis zenith (Zenit, Scheitelpunkt), von einer Liebesbeziehung. Er setzt sich aus vielen Momentaufnahmen und kleinen Geschichten und lustigen Anekdoten zusammen.

Das Paar wird vom Autor nicht personalisiert, hat also keinen Namen. Oft war ich mir nicht sicher, ob nicht Beide erzählen, doch sicher war ich mir meistens nur, dass es aus der Sicht des Mannes erzählt wird. Für einen Roman ist es zu wenig durchgängig, aber es ist eine wunderschöne Sammlung von guten Sätzen, witzigen Begebenheiten, verrückten Einfällen die einer frischen Liebe oft vorbehalten sind.

Das Fragment einer möglichen Liebe.

Ein kleiner Exkurs in das Buch:

antsy, adj. hibbelig, Adj.
Ich schwor, dich nie wieder in die Oper mitzunehmen.

barfly, n. Kneipengänger, m.
Du besitzt die Gabe, mit jedem ins Gespräch zu kommen; eine Fähigkeit, die wir nicht teilen.

buffonery, n. Posse, Clownerie, f.
Du warst betrunken, und ich machte den Fehler, in einer halb leeren U-Bahn den Film Showgirls zu erwähnen. Die Haltestange hatte keine Ahnung davon, was auf sie zukam.

fraught, adj. bedeutungsschwer, nervenaufreibend, Adj.
Verdient jedes „Ich liebe dich“ im Gegenzug ein „Ich liebe dich auch“? Verdient jeder Kuss, erwidert zu werden? Verdient jede Nacht, dass man sie gemeinsam verbringt? Wenn die Antwort auf nur eine dieser Fragen ein „Nein“ ist, was dann?

suffuse, v. übergießen, durchfluten, V.
Ich mag es nicht, wenn du mein Shampoo benutzt, weil deine Haare dann nach mir riechen und nicht nach dir.


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4 Antworten zu Gelesen. {erst kürzlich}

  1. Astrid schreibt:

    buffonery gefällt mir 🙂 Überhaupt: Klingt nach tollen neuen und ungewöhnlichen Zitaten für unsere Korrespondenz 😉

    Interessant: Ich war vor Kurzem an einer FH in der Nähe und hab bei den Typo-Abschlusspräsentationen zugeschaut, die Lexika zum Thema hatten! War sehr interessant und es gab viele unterschiedliche Lexika-Ideen in Bezug auf beides, Inhalt/Aufbau/Art sowie Gestaltung. In Erinnerung geblieben ist mir auch eine Studentin, die meinte, sie habe mehrmals beim Arbeiten gedacht: „Habe ich die falsche Schriftgröße genommen? Das kommt mir so sehr klein vor, gar nicht angenehm zu lesen. Aber beim Nachmessen in anderen Lexika ergab sich: die Schrift wird tatsächlich so klein eingesetzt“, worauf die Typo-Professorin meinte, das Gefühl sei ja normal, da man ein Lexikon nicht in einem durch lese, sondern meist nur ein einzelnes Wort nachschlagen würde. Und aufgrund der Menge an Informationen muss man eben ganz kleine Typo wählen, die als Lesetypo natürlich ganz schlecht wäre. Lauter solche Sachen wurden bei der Recherche entdeckt bzw. erst richtig realisiert (fand ich interessant) und es gab zum Teil ganz originelle Ideen für neue Lexika-Formen, z.B. ein spezieller Fächer mit Schraube, eine Art Memory-Kärtchen im Schuber, …. ein Typo-Lexikon geschrieben aus der Ich-Perpektive von Johannes Gutenberg war dabei das beste.
    Freu mich auch schon auf deine Master-Arbeit!!

  2. Peter schreibt:

    Wenn du bei deinen Recherchen dauernd in andere Sachgebiete abdriftest und dich darin zeitlich verlierst, wird es natürlich nichts mit deinem Master-Abschluss!

    Nicht dass ich dir gelegentliche Abstecher in themenfremde Sachbücher und in die Belletristik nicht gönnen würde, doch wäre ich halt schon froh, wenn ich noch zu Lebzeiten an deine Diplomfeier eingeladen würde… 😉

    • sammelsuri schreibt:

      lieber peter, hetz mich nicht so! sehen wir nach deutschland, sehen wir, dass man immer gut recherchieren und tüchtig zitieren muss!

      du wirst noch in baldigen lebzeiten meine diplomarbeit zur korrektur bekommen und dann wirst du auch noch froh sein, wenn ich mir ein bisserl belletristik zwischendurch gegönnt habe 🙂 die besten grüße an meinen besten lektor*

      • Peter schreibt:

        Ich hetze dich doch nicht, will dich ja nur motivieren, damit du in Bälde deine berufliche Karriere starten kannst!

        Ok, es ist wohl besser, wenn du dir genügend Zeit nimmst, sauber recherchierst und keine Copy-Paste-Arbeit ablieferst… – nicht dass dir dann der Mastertitel wegen Plagiatsvorwürfen noch aberkannt wird. Doch da ich deine Arbeit ja eh zuvor noch zu Gesicht bekomme, werde ich auch alle Zitate eingehend überprüfen. Schummeln lohnt sich somit definitiv nicht! 😉

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