Erdbeeren für Prinzessinnen

Diesen bezaubernden Titel trägt ein Buch aus dem vacat verlag. Entdeckt hab ich es auf der Leipziger Buchmesse und die Erdbeeren gleich mal gepflückt und mitgenommen.

Die Pomologie (von lat. pomum Baumfrucht, bzw. Pomona die Göttin der Gartenfrüchte), die Obstbaukunde, ist die Lehre der Arten und Sorten von Obst sowie deren Bestimmung und systematische Einteilung. [via Wikipedia]

Auf 104 Seiten wird die Kulturgeschichte der Erdbeere erklärt. Mythos und Märchen erzählt, die europäische Erdbeere, die Alten und die Neuen, verschiedene Herkommensarten, der Geschmack der Erdbeere…. uvm, auch Rezepte – z.B. der Erdbeerschaum aus 1877. Die Schönheit der Gestaltung kreuzt sich also mit dem interessanten Wissen um diese rote Frucht.

Manche von euch wissen bereits, dass mein Papa aus Wiesen kommt und ich sicher nicht nur dadurch, aber dadurch intensiver mit dem Begriff der „Ananas“ als Erdbeere aufgewachsen bin. Es gab immer Ananas und Hawaiiananas. Als ich mit 19 Jahren in Wien zu arbeiten begann, musste ich das Synonym Erdbeeren für Ananas einsetzen.

Ein herrlich entzückend schön gestaltetes Buch, mit viel Liebe zu Einzelheiten. Kleinen Details, schönen Zeichnungen und Illustrationen, gedruckt auf cremigen Papier mit einem rosarot gefärbten Buchschnitt. Küssen möchte ich es 😉

Gut ist, dass in der Pomologischen Reihe auch andere Früchte mit schönen Titeln behandelt werden:

* Orangen für den Bischof * Äpfel fürs Volk * Kirschen für den König * Maulbeeren – Zwischen Glaube und Hoffnung * Beste Birnen bei Hofe * Die Melonen der Monarchen *

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4 Antworten zu Erdbeeren für Prinzessinnen

  1. Peter schreibt:

    Je länger ich hier mitlese, desto mehr Welten tun sich mir auf… Hast du nicht vor Jahren einmal geschrieben, dass du eine Lieblingsgeburtstagstorte hast: Ananas-Schoko-Torte (wenn ich mich recht erinnere)? Somit ist dies gar keine Torte mit (gelben) Ananas drauf, sondern mit roten Erdbeeren? Ich fühle mich da völlig in die Irre geleitet… – und habe wieder etwas dazugelernt!

    Passt auch wunderbar zum Thema, das wir erst kürzlich zusammen erörtert haben: Geschriebenes – und wie es von anderen oft anders verstanden wird 😉

  2. sammelsuri schreibt:

    Für meinen treuesten und längsten Blogleser hab ich nun Apfel+F betrieben. Nun weiß ich auch wieder Bescheid, wie ich meine Geburtstagstorte damals verkauft habe, da in diesem Internet: ich erzählte von einer schönen weißen torte mit ananasen (hawaiananasen)

    Und wie sie ist, weiß ich natürlich supgergenau: weiß wegen dem Schlagschaum und gelb wegen der Hawaiiananasen, dann sind noch Biskotten (was bei euch Schweizern unter Umständen Löffelbikuit heißen könnte) drinnen und sie schmeckt frisch-fruchtig-sommerlich-leicht und sie sagt mir jedes Jahr, dass ich wieder älter bin 😉

    Und dieses Jahr wird mir noch jemand sagen, dass die Hawaiianansen um die halbe Welt transportiert werden mussten, um auf meiner Geburtstagstorte zu landen. Also vielleicht wird die Regel heuer gebrochen und es kommen regionale Erdbeeren drauf! Puh… damit wurde ein schwieriges Kapitel aufgemacht.

    • Peter schreibt:

      Ups – mit meinem Erinnerungsvermögen ist es anscheinend nicht weit her! Nun, deine ursprüngliche Tortenerwähnung liegt ja bestimmt 5-6 Jahre zurück, da bin ich hoffentlich halbwegs entschuldigt, wenn mir die Details dazu entfallen sind. Nur die Ananasen sind mir noch irgendwie im Kopf rumgespukt, und nach dem Lesen deines obigen Beitrags habe ich sie – zu meinem grossen Irrtum, wie es scheint – zu Erdbeeren mutiert…

      Wir werden es hier ja bestimmt vernehmen, welche Frucht es dieses Jahr auf deine Geburtstagstorte geschafft hat. Doch mach dir bloss keine Gedanken wegen der Oekobilanz, an runden Geburtstagen darf man auch mal ein bisschen sündigen 😉

      • sammelsuri schreibt:

        Peter, du bist auf jeden Fall entschuldigt. Das wäre ja wirklich kleinkariert, wenn ich dich auf Fakten abprüfen würde, über sämtlich jemals Geschriebenes von mir. Es ist beruhigend, wenn du auch Sachen vergisst, zumal ich oft auch sehr unerträgliche Sachen von mir gebe. — so im Nachhinein betrachtet —

        Ich werd mir das mit der diesjährigen Frucht noch sehr gut überlegen. Zumindest hast du mir einen Sündigungsgrund schon mal parat gelegt. Thx*

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