Super-Fisch-Samstag

„Fische essen“ gehört in meiner Familie einfach dazu. Fisch ist für uns so, wie das Schnitzel für andere. Also das Highlight der Woche. So wie es früher nur einmal die Woche anstelle von Mineral, Saft oder Sprudelgetränke (wie Almdudler) gab. Doch ich schweife in Erinnnerungszeit ab.

„Fische essen“ waren wir gestern nun. Im Südburgenland, in Rotenturm gibt es ein Fischlokal direkt am Fischtei. Koi. Kois gibt es nicht zu essen, jedoch Zander, Barsch, Forelle, Wels, ….

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Fischplatte mit Muschel, Tintenfisch, Garnele, Süß- und Salzwasserfischen, darunter der Zander in Zitronenkruste und der Wolfsbarsch im Ganzen.

sasu_koi.inddAuch das Dessert entlockte uns zahlreiche Mmmhhhs, Panna Cotta mit Marillen-Basilikum-Chutney, ein warmer Schokokuchen mit Minzschlagobers und ein Melonencocktail.

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Es geht wieder

besser!

Die Brigitte fragt „Kennen Sie Frau Knecht?“

Ich frage „Kennen Sie Frau Sammelsuri?“ mit dem kleinen Nachsatz „noch“?
Denn ich war im Abseits. Das Leben war rundherum zu viel, mit meinem neuen Job und dem alten Riesenprojekt nebenher, das noch zum fertigstellen war, war ich die ersten 4 Monate dieses Jahres auf Hamsterradmodus.

IMG_4533Doch wie gesagt, nun geht es besser! Mein Leben füllt sich jetzt wieder mit Büchern, Zeit für mich, Zeit mit Freunden und Familie und mit dem neuen Knecht’schen Buch ließ es sich auch schon vermischen.

Ich hab’s also gelesen. Die neue Knechtin. Fazit: Alle anderen Bücher von ihr hab ich viel lieber gemocht und trotzdem ist es gut.

Einiges notiert daraus…

„Während ich dieses Leben lebe, verpasse ich ein anderes. Während ich dieses Leben leben muss, verpasse ich mein Richtiges.“

“ Wenn Jenny etwas wirklich gut kann, dann Champagnerflaschen aufmachen. Und Sektflaschen. Und Proseccoflaschen. Und Vodkaflaschen, glaube ich, auch. Wir kämpfen alle mit unseren Dämonen.“

„Wir kommen alle von irgendwo her. Wir sind alle beschädigt. Und die meisten von uns wissen, warum sie jetzt da sind, wo sie sind. Udn warum wir leben, wie wir leben, und warum wir sind, wie wir sind. Und warum wir so leben wollen, wie wir leben, warum wir genau so lieben, nicht anders.“

 

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All in All 2012

Jänner
Ich versuche ihn zu verschlafen.

Februar
Langsames Erwachen. Masterprüfung: bestanden!

März
Ich weiß es nicht mehr.

April
Eine neue Ära beginnt. Sie nennt sich iPhone. Und plötzlich seh ich alles durch Instagram und Shazam, App-Gespräche und langsame SMS-Tippsereien.
Ein kleines, so süßes Mädchen kommt auf die Welt.

Mai
Ich taste mich an die Eselböcks heran. Ein Besuch in der Greisslerei. Naja. Fortgehen. Viel Fortgehen. Heißt viel Trinken. Sponsion feiern, hoch über den roten Dächern der Steirerstadt.

Juni
In Linz beginnts. Ein Ausflug mit Musik und meine erste Nacht in einem Nightliner.
Gartenversuche, Blumen und Gemüse. Radeln. Draußen sein genießen. „Nachricht von dir“ und ein Lesetag am Balkon. Hugo: eine trinkbare Sommerliebe. Meine Fingernägel beginnen zu wachsen und ich mach mir Gedanken über Nagellackfarben.

Juli
Gartenernte. Grillen und Eis’en. Mein erste Cache. Schweden. Wieder älter werden.

August
Ausflug in den Neusiedlersee. Freie Tage. Urlaub.

September
Eine Hochzeit mitfeiern. Mit roten Nasen laufen. Blumenkränze binden.

Oktober
Hm. Knutschkollision mit einem Wildtier, mein grünes Auto geht dabei drauf. Dafür bekomm ich ein schwarzes und verlasse mit 13 km das Autohaus. Die erste Reise meines Lebens, die ich alleine antrete: Venedig. Helene Fischer – und ich war wirklich dabei. Der erste Schnee.

November
Keine Zeit. Buch Wien. Stevia-Kekse sind erbärmlich. Alles endet mit einem Grillen im Winter. Ich hab keine Zeit mehr für Nagellack.

Dezember
Ganz schön vorbereiten auf Weihnachten. Twilight-Finale. Die Arbeitswelt bricht über mir herein. Alles neu. Alles auf Anfang. Warten. Hoffen. Zittern. Kündigen. Ab morgen hab ich einen neuen Arbeitgeber.

All in All
wars ein superschönes Jahr. Umgeben von den lieben Menschen, für die ich jedes Jahr so dankbar bin. Meine Eltern, Großeltern, Schwester, Freunde und mein Freund, mit dem das Leben so schön ist. Das größte und mein vorherrschendes Problem: zu wenig Zeit. Das merke ich auch daran, dass ich dieses Jahr nur 40 Bücher gelesen habe.

29203097553209098_mqDiZbTa_cUnd nun entschwinde ich in die Silvesternacht und wünsche euch allen, meinen lieben Lesern und Freunden ein grandioses 2013. Gehen wir der Zukunft und allem was sie uns bringt, entgegen. Ich freu mich!

 

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Die Zeit für Ruhe, Stille und Bücher

Der erste Schnee kam diese Woche. Er kam, als ich im Krankenstand war und durch die Balkontür immer schön rausgucken konnte.

„Dass es eine Zeit im Leben des Menschen gibt, wo man mit solcher Inbrunst und Hingabe liest! Der Schnee, der in der Steinzeitnacht unablässig auf Ura Kaipa niederrieselte, ich spürte ihn auf der eigenen Haut. Und an diesen Schnee werde ich mich noch erinnern, wenn ich schon jeden anderen Schnee vergessen habe“
[Astrid Lindgren: Ronja Räubertochter]

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Nathalie küsst

„Nathalie ist wie Yoko Ono, wo sie auftaucht
da geht die größte Band aller Zeiten in die Brüche.“

„Ihr Haar ist wundervoll. Am liebsten würd ich Ferien in Ihrem Haar machen.“

„Sie war so schön … so schön, dass es überall diese drei Pünktchen setzt …“

aus Nathalie küsst (von David Foenkinos)

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Nachblick

Mein Sommer, oder auch mein Sommerurlaub, liegt schon einige Zeit zurück. Doch Zeit ist immer dieser Faktor… von dem ich zu wenig habe, um d’accord von meinen Erlebnissen zu berichten. Deshalb nehme ich zeitversetzt die Fährte meiner Aktivitäten wieder auf.

Ich war in Mariazell. Zwar nicht ganz so schön, wie es ist zu Fuß zu kommen.

„Nur wo du zu Fuß warst,
bist du auch wirklich gewesen.“

Dafür blieb der Blick mehr auf Einzelheiten ruhen. Ich besuchte also die Ausstellung, die in der Basilika eingerichtet ist und Votivbilder und viele Votivsammlungen zeigt.

Von hinterlegten Krücken, Schleiern, Rosenkränzen, gebrachten Kerzen, angefertigten Bildern… den gesammelten Büchern, in die Wallfahrer ihren Dank, ihre Wünsche und Begehren schreiben und die Jahr für Jahr angesammelt wurden. (Seit 1330 ist Mariazell in einer Ablassurkunde des Salzburger Erzbischofs als viel besuchter Marien-Wallfahrtsort quellenmäßig belegt.)

Das Auslegen der Bücher war eine Notwendigkeit, denn zuvor wurden die Wände der Basilika, ebenso – wie dort hängende Gemälde, verwendet, um sich als Pilger zu verewigen.

Hier bin ich auch auf eine Erdsammlung gestoßen. Sammlungen interessieren mich nicht seit je her, sondern erst seit ich selbst eine anlegen musste. Erde aus Dänemark, Frankreich, Japan, Norwegen, Polen, Ungarn, Österreich, Belgien, Deutschland mit den teilweise angelieferten Verpackungen, Notizen und Hinweisen.

Der Gang durch die Votivgemäldesammlung. Dabei werden schematisch Krankheiten dargestellt, um deren Heilung gebeten wurde und somit gedankt wird. Über jeder dieser Krankheitsszenen schwebt eine Abbildung der Gottesmutter. In den meisten Fällen auf diesem Foto, die der Mariazeller Gnadenstatue.

Ein Auszug aus der großen Sammlung der Kastenbilder, dabei wurden Gegenstände in individuell gestaltete Bildkästen zum Dank gebracht.

Das Triumphportal bildet den Eingang zur Schatzkammer.

Darin befinden sich die bemerkenswertesten Exponate der Schatzkammer. Die Gebeine zweier römischer Katakombenheiliger – jeder einzelne Knochen wurde mit Seide umhüllt und mit Schmuck aus der Schatzkammer gefasst.
Ein Blick auf den Gnadenaltar.

Und eine anschließende Stärkung in Zuckerform.

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Ich bin jetzt Kranzflechtnerin

Stellen wir uns jetzt mal vor, ich hab vorher noch nie was damit zu tun gehabt. Stellen wir uns jetzt mal vor, ich hab hier im letzten Jahr noch nichts von meinen Versuchen mit Blumen und Garteln und Gemüse erzählt. Stellen wir uns jetzt mal vor, ich habe das Angebot bekommen ein paar abgeblühte Hortensien in eine neue Form zu bringen. Stellen wir uns das einfach mal vor!

Blaue Hortensie

So wie das letzte Grün in Farbentiegeln
sind diese Blätter, trocken, stumpf und rauh,
hinter den Blütendolden, die ein Blau
nicht auf sich tragen, nur von ferne spiegeln.

Sie spiegeln es verweint und ungenau,
als wollten sie es wiederum verlieren,
und wie in alten blauen Briefpapieren
ist Gelb in ihnen, Violett und Grau;

Verwaschenes wie an einer Kinderschürze,
Nichtmehrgetragenes, dem nichts mehr geschieht:
wie fühlt man eines kleinen Lebens Kürze.

Doch plötzlich scheint das Blau sich zu verneuen
in einer von den Dolden, und man sieht
ein rührend Blaues sich vor Grünem freuen.

[Rainer Maria Rilke]

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